DETOX IM KLEIDERSCHRANK

Kennst Du das?

Jeden Morgen stehst Du vor dem Kleiderschrank und – NICHTS!

Der Blick auf die Uhr zeigt Dir, es ist höchste Eisenbahn! Du holst ein Kleid heraus, schlüpfst hinein und – oje, ein Fettfleck! Der blaue Pulli kratzt und zur neuen Hose hast Du keine passenden Schuhe.  Rasch ziehst Du Dein Standardoutfit, den schwarzen Hosenanzug an und machst Dich auf den Weg. Dabei wolltest Du gerade heute einen  besonderen Eindruck bei einem potentiellen Kunden hinterlassen!

Höchste Zeit, Deine Kleidungsstücke einer strengen Prüfung zu unterziehen, auszumisten und wieder neu zu sortieren!

Deshalb hier meine Tipps für Ordnung in Deinem Kleiderschrank

Der erste Schritt: Alles muss raus

Räume Deinen Kasten vollständig aus, wirf alle Kleidungsstücke auf einen Haufen und säubere dann Deinen Schrank gründlich.

Der zweite Schritt: Anprobe und Analyse

Da musst Du jetzt leider durch – schlüpfe in die Kleidungsstücke und betrachte Dich kritisch im Spiegel.

Stelle Dir folgende Fragen zu jedem Teil:

  • Steht mir die Farbe?
  • Passt der Stil zu mir?
  • Ist die Passform okay?
  • Alles noch in Ordnung?
  • Noch altersgemäß?
  • Ist es noch zeitgemäß?
  • Wie ist der Tragekomfort?
  • Wann habe ich es zuletzt getragen?
  • Macht es mich glücklich?

Ob ein Kleidungsstück farblich zu Dir passt, merkst Du, ob Du damit frisch und strahlend oder eher müde und kränklich aussiehst. Alle Teile der zweiten Kategorie solltest Du ohne schlechtes Gewissen entsorgen – wer will schon freiwillig schlecht aussehen? Die Ausnahme sind Kleidungsstücke, die Du nicht direkt beim Gesicht trägst. Falls Du Probleme hast, den Unterschied zu erkennen, kann Dir eine Farbberatung weiterhelfen.

Die nächste Frage ist die nach dem Stil. Je nachdem, ob Du Dich eher zum sportlichen, weiblichen oder extravaganten Stil hingezogen fühlst, sollten die Kleidungsstücke auch die entsprechende Sprache sprechen. Das Kleid mit den Punkten hat Dir so gut gefallen, aber jedes Mal, wenn Du es anprobierst, fühlst Du Dich unwohl damit. Das hat wahrscheinlich mit der falschen Stilrichtung zu tun. Denn kleine Punkte sprechen stilmäßig eine eindeutige Sprache. Gib das Kleid lieber Deiner Freundin mit den wunderbar weiblichen Locken und dem schwingenden Gang.

Tragen wir Kleidungsstücke, die nicht zu unserer Stilpersönlichkeit passen, fühlen wir uns unwohl, verkleidet und strahlen das auch aus. Weißt Du schon, welcher Stil zu Dir passt?

Nächstes Kriterium – die Passform. Idealerweise passt die Schnittform des Kleidungsstückes zur Figurform. Ist das nicht der Fall, schlägt das Kleidungsstück an manchen Körperstellen unschöne Falten. Die können aber auch entstehen, wenn das Kleidungsstück zu klein oder zu groß für Dich ist, beides mindert deinen kompetenten Eindruck. Und nicht vergessen, Du hast auch eine Rückansicht!

Kaputte, fleckige oder in die Jahre gekommene Kleidung spricht ja generell eine eindeutige Sprache. Alles, was nicht mehr zu reinigen, reparieren oder entfusseln ist, gehört entsorgt. Überlege Dir, wie ein „räudiger“ Pulli bei Deinem Gegenüber ankommt.

Wenn man modemäßig schon einige Epochen mitgemacht hat – damit habe ich sehr elegant die Annäherung an die Lebensmitte umschrieben, finde ich –  hat man manchmal das Gefühl, dass gewisse Kleidungsstücke einfach nicht mehr zu einem passen. Das kurze Kleid vieleicht, das man früher mit High Heels trug, will man später nur mehr über Leggings oder Jeans tragen und plötzlich geht weder das Eine noch das Andere mehr. Zeit, sich davon zu trennen!

Wenn Du Dich bei diesem Thema angesprochen fühlst, erforsche genau, wer Du heute sein möchtest und worin Du Dich wohl fühlst.

Oft haben wir Kleidungsstücke schon sehr lange in unserem Kleiderschrank. Figurmäßig passen sie zwar noch, aber sind sie auch noch zeitgemäß? Das Muster aus den 70er Jahren spricht eine eindeutige Sprache, die Schulterpolster aus den 80ern ebenso. Die heute bekannte „Culotte“ gab es in meiner Jugend schon als Hosenrock. Schnitte und Stoffe variieren während der Jahrzehnte leicht und ein Kleidungsstück von damals erkennt man auch als solches. Also, wenn Du modisch, aber nicht altmodisch wirken möchtest, verabschiede Dich bitte davon.

Manche unserer Kleidungsstücke sind nicht angenehm zu tragen, da sie kratzen oder aus einem Material sind, welches zu Geruchsbildung neigt.

Auch sie haben nichts verloren in einem Kleiderschrank, der Dich unterstützen soll.

Ein weiteres Kriterium, um sich von einem Kleidungsstück endgültig zu trennen, ist der Zeitpunkt des letztmaligen Tragens. Liegt dieser bei einem Teil schon länger als zwei Jahre zurück, kannst Du es ohne schlechtes Gewissen weggeben (Anlassgarderobe ausgenommen).

Und nicht ganz unwesentlich ist, was das Kleidungsstück zu Dir spricht. Sagt es, ich bin ein Lieblingsstück, mit mir bist Du allen Anforderungen gewachsen? Gibt es Dir Sicherheit, hast Du ein Lächeln auf den Lippen, wenn Du das Haus verlässt? Oder raunt es Dir zu: Zieh mich an, mit mir kannst Du Deine ungeliebten Körperstellen verstecken, mit mir und meiner Farbe wirst Du garantiert nicht auffallen. Oder vielleicht: Ich bin Dir immer noch zu klein!

Die Beziehung zu solchen „Miesepeter-Kleidungsstücken“ solltest Du dringend abbrechen!

Kleidungsstücke, bei denen Du unsicher bist, hänge mit den Kleiderhaken verkehrt herum in den Kasten. Wenn Du sie dann in der nächsten Zeit trägst, hänge sie wieder gerade hinein. So siehst Du, ob Du die Teile doch noch trägst oder sie getrost weggeben kannst.

So, der anstrengendste Teil liegt hinter Dir – jetzt geht es ans Ordnen.

Der dritte Schritt: Ordnung mit System

Teile Deine Garderobe in folgende Themen ein:

  • Businessgarderobe (alles, was Du für Deinen beruflichen Alltag brauchst)
  • Freizeitgarderobe (Freizeitmode, Sportmode und Homewear)
  • Anlassgarderobe (Kleidung für besondere Anlässe – Festkleidung, Dirndl, …)

Verwende für die einzelnen Themen Kleiderbügel in unterschiedlichen Farben, so bleibt auch später die Ordnung erhalten.

Innerhalb der einzelnen Themen hängst oder legst Du alle gleichen Kleidungsstücke zusammen. Kurzarm-Shirt zu Kurzarm-Shirt, Kleid neben Kleid, Hose zu Hose, Jeans zu Jeans, und so weiter. Kleider und Röcke hängst Du nach der Saumlänge auf: von kurz bis zu ganz lang. Mit diesem System hast Du bei liegenden und hängenden Teilen einen schnellen Überblick.

Der vierte Schritt: Sortiere zweimal jährlich

 Wenn Du im Frühjahr und im Herbst Deine saisonale Kleidung im Kleiderschrank tauscht, ist das auch gleich DIE Gelegenheit für einen Garderoben-Check. So kannst Du sicher sein, keine unnötigen Altlasten mitzuschleppen.

Wie geht’s Dir mit Deinem Kleiderschrank?

Barbara

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